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Reifegradmodelle und Reifegradbewertung

Beurteilung und Bewertung von Organisationen hinsichtlich ihrer Handlungs- und Führungsfähigkeiten

Stetige Verbesserung ist selbstredend das Ziel vieler Firmen und Organisationen. Schließlich zeigen viele namhafte Beispiele der jüngeren Wirtschaftsgeschichte (Nokia, Altavista, AOL, Yahoo, TWA,…) was es bedeuten kann, wenn man sich auf seinen erworbenen Lorbeeren ausruht und darauf vertraut, dass die Zukunft alleine aufgrund der Vergangenheit schon auch irgendwie erfolgreich sein wird. Die Fähigkeit und der Wille zu stetiger Verbesserung sind allerdings die „natürlichen Feinde“ des aktuellen Erfolges. Erfolgsverwöhntheit und Sättigung sorgen schnell dafür, dass man nicht mehr optimale Motivation aufbringen kann oder dass man eben wichtige Trends nicht mehr erkennt oder einfach nur verschläft.

Die Fähigkeit einer Organisation sich dieser Aufgabe zu stellen kann durch Reifegradmodelle beurteilt und bewertet werden. Diese Modelle stammen ursprünglich aus Forschungen im Rahmen der Führungslehre in den späten 70er Jahren, haben aber ihre praktische Bedeutung erst mit dem Aufkommen der großen Softwareindustrien erfahren. Reifegrade definieren sich hier aus einer kombinierten Sicht auf die Motivation und die Fähigkeiten von Organisationseinheiten. Durch entsprechende Permutation der Eigenschaften „fähig“ und „willig“ können somit die 4 grundlegenden Reifegrade erzeugt werden:

  • Reifegrad 1 – nicht fähig und nicht willig
  • Reifegrad 2 – nicht fähig, aber willig
  • Reifegrad 3 – fähig, aber nicht willig
  • Reifegrad 4 – fähig und willig

Reifegrade sind somit ein gutes Werkzeug um, im einfachsten Fall, einzelne Mitarbeiter, jedoch auch beliebig umfangreichere Einheiten hinsichtlich bestimmter Entwicklungspotentiale und -möglichkeiten zu bewerten, mit dem Ziel ihrer individuellen Verbesserung und Leistungssteigerung. 

Reifegrademodelle im Projektmanagement

Wie schon angesprochen, haben sich Reifegradmodelle vor allem im Bereich der Softwareentwicklung etabliert. Die dort erfolgreich aufgestellten Modelle lassen sich aber praktischerweise auf sehr viele andere Branchen (etwa Maschinenbau, Pharma,…) problemlos abbilden, da sie weitgehend losgelöst vom konkreten Kontext definiert wurden.

Wie sieht nun ein typische Reifegradmodell im Rahmen des Projektmanagements konkret aus?

Stufe 1 – Unvollständige/fehlerhafte Prozesse – Die unterste Stufe des Reifegradmodells steht für das Vorhandensein unvollständiger oder fehlerhafter Prozesse. Diese müssen dringend genauer untersucht und strukturiert werden, um ihre Leistung zu verbessern. Dafür erforderlich ist die grundsätzliche Vermittlung von Prozessgrundwissen und deren Umsetzung durch alle Prozessbeteiligten.

Stufe 2 – Strukturierte Prozesse –  Mit der Etablierung strukturierter Prozesse ist die grundlegende Voraussetzung für weitere Optimierungen gegeben. Prozesse lassen sich nun definieren und auch dokumentieren, wodurch man zum nächsten Schritt der Standardisierung gelangt.

Stufe 3 – Standardisierte Prozesse – Erst strukturierte und damit auch wirklich nachvollziehbare Prozesse lassen sich gezielt kontrollieren und anschließend steuern. Nur weil Prozesse standardisiert sind, sind sie nicht zwangsläufig geeignet oder optimiert, aber es existiert nun eine Richtschnur für weiteres, gezieltes Vorgehen.

Stufe 4 – Beherrschte Prozesse – Hat man durch Prozesskontrolle und -steuerung die Fähigkeit erworben aktiv einzugreifen, so steht einer gezielten Verbesserung und Optimierung eigentlich nichts mehr im Wege und man befindet sich kurz vor dem Ziel der optimierten Prozesse.

Stufe 5 – Optimierte Prozesse – Die abschließende Stufe dieses klassischen Reifegradmodells steht zwar für optimierte Prozesse, drückt aber damit nicht den vollständigen Charakter dieses gewünschten Zieles aus. Prozesse sollten abschließend nicht nur möglichst optimiert sein, sondern aus sich heraus auch die Fähigkeit zu zukünftiger Verbesserung in sich tragen. Erst dann ist ein wirklich optimaler Reifegrad auch erreicht.

Reifegradanalyse

Um einen aktuellen Stand der Reifegradbewertung zu ermöglichen ist eine umfassende, aber auch fortgesetzte Reifegradanalyse notwendig. Diese ist aber natürlich nur dann wirklich sinnvoll, wenn auch die Möglichkeiten zu daraus abgeleiteten Verbesserungen gegeben sind.

Eine methodisch zielgerichtete Reifegradanalyse berücksichtigt selbst wieder unterschiedlichste Faktoren. Eine deskriptive Analyse betrachtet bisherige (vergangenheitsbezogene) Praktiken und Vorgehensweisen, um sie mit zukünftigen Entwicklungen vergleichbar zu machen. Eine diagnostische Analyse evaluiert Ursachen, Auswirkungen und Wechselwirkungen bestimmter Parameter untereinander, um damit eine prädiktive Analyse zu ermöglichen, die auf Basis von Erfahrungswerten oder historischen Daten zukünftige Ergebnisse vorwegnehmen kann.

Digitale Reifegradbewertung

Besonders interessant wird das Konzept der Reifegradanalyse heute im Zusammenhang mit der Digitalisierung. Mit einer digitalen Reifegradbewertung lassen sich gezielt die notwendigen Schritte für ein zukunftsorientiertes Handeln planen und umsetzen. Die Einbettung in bereits bestehende Qualitätsmanagementmaßnahmen kann hier auch besonders einfach und effektiv erfolgen.

Reifegradanalysen und Reifegradbewertungen mit PeRoBa München

Wir von der PeRoBa Qualitätsmanagement GmbH München beraten seit vielen Jahren branchenübergreifend (Schwerpunkt Automotive, Maschinenbau, Medizin, Pflege) Kunden auf dem Weg zu einer erfolgreicheren und effizienteren Unternehmensführung. Durch unsere Philosophie eines durchgängig gelebten Qualitätsmanagements endet unsere Beratung aber zumeist nicht mit Beratungen und erworbenen Zertifikaten. Durchgehende Verbesserung und ständige Weiterentwicklung sind die Gründe, weshalb wir mit unseren Kunden gemeinsam auch langfristig erfolgreich sind. Umfassende Reifegradanalysen und Reifegradbewertungen stellen hier heute ein besonders wichtiges Werkzeug dar, welches insbesondere die Herausforderungen der fortschreitenden Digitalisierung bestens meistern kann.

Unser konkreter Mehrwert für Sie: Ermittlung eines Reifegrades Ihres QM-Systems als Bestandteil bzw. Ergebnis eines Audits. Dies bedeutet, bei PeRoBa erhalten Sie nach Abschluss eines Audits einen ausführlichen Auditbericht mit konkreten Handlungsempfehlungen sowie einer möglichen Umsetzung. Ergänzt wird dies mit einer Reifegradbewertung Ihres QMS zum Zeitpunkt der Durchführung.

 
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